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Vie­le Dra­vet-Betrof­fe­ne pro­fi­tie­ren von geziel­ter Ent­wick­lungs­för­de­rung. Ergo­the­ra­pie, Phy­sio­the­ra­pie, Logo­pä­die oder Spiel- und Hip­po­the­ra­pie unter­stüt­zen die moto­ri­sche, sprach­li­che und sozia­le Ent­wick­lung, ver­bes­sern die Selbst­stän­dig­keit und hel­fen, den All­tag bes­ser zu meis­tern. Auf die­ser Sei­te erfährst du, wel­che För­der­mög­lich­kei­ten es gibt.

Kinderergotherapeut:innen unter­stüt­zen Kin­der dabei, Fähig­kei­ten in den Berei­chen Selbst­ver­sor­gung, Schu­le und Spiel zu ent­wi­ckeln. Sie prü­fen, ob es Schwie­rig­kei­ten gibt, zum Bei­spiel bei den sen­so­ri­schen oder moto­ri­schen Fähig­kei­ten, und hel­fen, die­se zu über­win­den. Auch beim Toi­let­ten­trai­ning oder der Bla­sen­kon­trol­le kön­nen sie unter­stüt­zen. Gemein­sam mit der Fami­lie wird dar­an gear­bei­tet, dass Kin­der selbst her­aus­fin­den, wie viel sie schaf­fen, um mög­lichst unab­hän­gig zu wer­den.

Auch Erwach­se­ne mit Dra­vet-Syn­drom kön­nen von Ergo­the­ra­pie pro­fi­tie­ren. Sie ver­mit­telt Tech­ni­ken zur Ver­bes­se­rung der Fein­mo­to­rik, etwa beim Schrei­ben oder Zuknöp­fen von Klei­dung. Außer­dem zeigt sie Mög­lich­kei­ten, die Umge­bung siche­rer zu gestal­ten – zum Bei­spiel mit Schutz­hel­men oder Pols­tern, um Ver­let­zun­gen bei Anfäl­len zu ver­mei­den, oder durch Anpas­sun­gen im Haus wie Trep­pen­ge­län­der und Hal­te­grif­fe, um die Mobi­li­tät zu erleich­tern. Haus- oder Fachärzt:innen kön­nen an Ergotherapeut:innen über­wei­sen.

Logopäd:innen kön­nen die Sprach­ent­wick­lung und Kom­mu­ni­ka­ti­on beur­tei­len und unter­stüt­zen, damit eine opti­ma­le Ver­stän­di­gung mög­lich ist. Sie hel­fen auch bei Ess‑, Trink- oder Schluck­pro­ble­men und bera­ten zu alter­na­ti­ven Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men, die den All­tag erleich­tern.

Phy­sio­the­ra­pie kann dei­nem Dra­vet-Betrof­fe­nen hel­fen, so selbst­stän­dig wie mög­lich zu blei­ben und Bewe­gungs­ein­schrän­kun­gen vor­zu­beu­gen. Sie unter­stützt die Mobi­li­tät nach Anfäl­len oder bei Gang­pro­ble­men und hilft, dass dein Kind All­tags­si­tua­tio­nen bes­ser meis­tert. Des­halb ist Phy­sio­the­ra­pie oft ein fort­lau­fen­der Bestand­teil der Behand­lung. Eine Über­wei­sung stellt der Haus- oder Fach­arzt aus.

Hip­po­the­ra­pie ist eine spe­zi­el­le The­ra­pie mit dem Pferd, die Beweg­lich­keit, Gleich­ge­wicht und Koor­di­na­ti­on för­dern kann. Durch die rhyth­mi­schen Bewe­gun­gen des Pfer­des wird die Mus­ku­la­tur sanft akti­viert, die Kör­per­hal­tung ver­bes­sert und die moto­ri­sche Kon­trol­le unter­stützt. Für Dra­vet-Betrof­fe­ne kann Hip­po­the­ra­pie hel­fen, Gang­schwie­rig­kei­ten aus­zu­glei­chen, die Beweg­lich­keit nach Anfäl­len zu erhal­ten und die Wahr­neh­mung des eige­nen Kör­pers zu stär­ken.

Die The­ra­pie fin­det in der Regel unter der Anlei­tung von Physiotherapeut:innen mit spe­zi­el­ler Aus­bil­dung auf dem Pferd statt. Sie kann sowohl ein­zeln als auch in klei­nen Grup­pen erfol­gen. Vor Beginn der Hip­po­the­ra­pie ist es wich­tig, Rück­spra­che mit dem behan­deln­den Arzt zu hal­ten, um die Eig­nung und Sicher­heit für das Kind abzu­klä­ren.