Im Rah­men der Mit­glie­der­ver­samm­lung der ACH­SE e.V. im Novem­ber 2025 wur­de der Dra­vet-Syn­drom e.V. offi­zi­ell als ordent­li­ches Mit­glied in das Netz­werk auf­ge­nom­men. Damit ist der Ver­ein nun Teil der bun­des­wei­ten Alli­anz von Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen für sel­te­ne Erkran­kun­gen. Die Auf­nah­me mar­kiert einen wich­ti­gen Schritt für die struk­tu­rel­le Inter­es­sen­ver­tre­tung von Men­schen mit Dra­vet-Syn­drom und ihren Fami­li­en – über die eige­ne Com­mu­ni­ty hin­aus und ein­ge­bet­tet in ein star­kes, krank­heits­über­grei­fen­des Netz­werk.

Vor­stel­lung des Ver­eins vor Ort

Bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung waren Nadi­ne und Mel für den Dra­vet-Syn­drom e.V. vor Ort. In einem kur­zen Vor­trag stell­te Nadi­ne die Arbeit des Ver­eins vor: die Unter­stüt­zung von Fami­li­en im All­tag, den Wis­sens­aus­tausch inner­halb der Com­mu­ni­ty, die Öffent­lich­keits­ar­beit zum Krank­heits­bild sowie das Enga­ge­ment für bes­se­re Ver­sor­gungs­struk­tu­ren. Die anschlie­ßen­de Auf­nah­me als ordent­li­ches Mit­glied erfolg­te im for­ma­len Rah­men der Ver­samm­lung.

War­um die ACH­SE-Mit­glied­schaft rele­vant ist

Die ACH­SE bün­delt die Inter­es­sen von Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen sel­te­ner Erkran­kun­gen in Deutsch­land und ver­tritt die­se gegen­über Poli­tik, Öffent­lich­keit und rele­van­ten Insti­tu­tio­nen. Für ein­zel­ne Erkran­kun­gen – ins­be­son­de­re im sel­te­nen Bereich – ist die­se Bün­de­lung ent­schei­dend, um lang­fris­tig Wir­kung zu ent­fal­ten.

Für den Dra­vet-Syn­drom e.V. bedeu­tet die Mit­glied­schaft:

  • stär­ke­re gesund­heits­po­li­ti­sche Ein­bin­dung,
  • Aus­tausch mit ande­ren Pati­en­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen zu gemein­sa­men Her­aus­for­de­run­gen,
  • Zugang zu eta­blier­ten Netz­wer­ken, Arbeits­grup­pen und For­ma­ten,
  • bes­se­re Mög­lich­kei­ten, Anlie­gen von Dra­vet-Fami­li­en auf über­ge­ord­ne­ter Ebe­ne ein­zu­brin­gen.

Vie­le The­men – etwa lan­ge Dia­gno­se­we­ge, kom­ple­xe Ver­sor­gung, sozi­al­recht­li­che Fra­ge­stel­lun­gen oder der Über­gang von der Kin­der- in die Erwach­se­nen­me­di­zin – betref­fen Men­schen mit sel­te­nen Erkran­kun­gen unab­hän­gig vom kon­kre­ten Krank­heits­bild.

Ein Schritt mit Blick nach vorn

Die Auf­nah­me in die ACH­SE ist kein Selbst­zweck, son­dern ein Arbeits­auf­trag: sich ein­zu­brin­gen, mit­zu­wir­ken und die Per­spek­ti­ve von Fami­li­en mit Dra­vet-Syn­drom dort zu ver­tre­ten, wo struk­tu­rel­le Rah­men­be­din­gun­gen dis­ku­tiert und gestal­tet wer­den. Der Dra­vet-Syn­drom e.V. bleibt dabei in ers­ter Linie Anlauf­stel­le für Betrof­fe­ne und Ange­hö­ri­ge. Die ACH­SE-Mit­glied­schaft ergänzt die­se Arbeit auf über­ge­ord­ne­ter Ebe­ne – ver­netzt, koor­di­niert und mit grö­ße­rer Reich­wei­te.