Zukunfts­chan­ce Gen­the­ra­pie2026-03-05T13:38:17+01:00
Laden…
Gen­the­ra­pien könn­ten die Behand­lung des Dra­vet-Syn­droms grund­le­gend ändern und lang­fris­tig neue Per­spek­ti­ven für Betrof­fe­ne eröff­nen. Erfah­re auf die­ser Sei­te mehr über die Ansät­ze der ver­schie­de­nen Gen­the­ra­pien und in wel­chem For­schungs­sta­di­um sie sich befin­den.

The­ra­pien, die direkt an der Ursa­che des Dra­vet-Syn­droms anset­zen – dem Defekt im SCN1A-Gen – wer­den inten­siv erforscht. Ziel ist es, die Fol­gen der soge­nann­ten Haplo­in­suf­fi­zi­enz zu kor­ri­gie­ren: Dabei arbei­tet nur eine der zwei Gen­ko­pien kor­rekt, wodurch dem Kör­per das not­wen­di­ge Eiweiß nicht in aus­rei­chen­der Men­ge zur Ver­fü­gung steht. Krank­heits­ver­än­dern­de („dise­a­se-modi­fy­ing“) The­ra­pien könn­ten das Dra­vet-Syn­drom daher künf­tig grund­le­gend beein­flus­sen.

Lan­ge galt der Fort­schritt in die­sem Bereich als schwie­rig, denn klas­si­sche Gen­the­ra­pien erset­zen eine defek­te Gen­ko­pie – doch das SCN1A-Gen ist zu groß für die gän­gi­gen Trans­port­ve­hi­kel („Vek­to­ren“). Zudem ist es kom­plex, eine The­ra­pie gezielt in die rich­ti­gen Ner­ven­zel­len des Gehirns zu brin­gen. Inzwi­schen wur­den jedoch neue Vek­tor­platt­for­men ent­wi­ckelt, die eine prä­zi­se­re und effi­zi­en­te­re Ver­ab­rei­chung ermög­li­chen.

Statt die mutier­te Kopie zu erset­zen, ver­fol­gen vie­le aktu­el­le Ansät­ze nun ein ande­res Ziel: die Akti­vi­tät der gesun­den SCN1A-Kopie zu stei­gern, damit mehr funk­ti­ons­fä­hi­ges Nav1.1‑Protein gebil­det wird. Ers­te Ver­tre­ter die­ser neu­en The­ra­pie­for­men befin­den sich bereits in kli­ni­schen Stu­di­en. Wei­te­re Details und Stu­di­en­ergeb­nis­se fin­dest du in den fol­gen­den Bei­trä­gen.

ETX101: Neu­er Mei­len­stein für die Gen­the­ra­pie beim Dra­­vet-Syn­­­drom

Encoded The­ra­peu­tics hat Anfang 2026 wei­te­re Fort­schrit­te bei der Gen­the­ra­pie ETX101 bekannt gege­ben. So erhielt ETX101 von der US-Arz­nei­mit­tel­be­hör­de FDA den Breakth­rough-The­ra­py-Sta­tus.

ETX101: Ers­te Stu­di­en­ergeb­nis­se zei­gen deut­li­che Ver­bes­se­run­gen bei Anfäl­len und Ent­wick­lung

Neue ETX101-Stu­di­en­da­ten zei­gen Ver­bes­se­run­gen bei Anfäl­len sowie Ent­wick­lung und geben Hoff­nung auf eine krank­heits­mo­di­fi­zie­ren­de The­ra­pie.

Sto­ke: BUT­­TER­FLY-Stu­­die zeigt Ent­wick­lungs­still­stand bei Dra­vet

Die Ergeb­nis­se der neu­en BUT­TER­FLY-Stu­die lie­fern eines der bis­lang umfas­sends­ten Bil­der dar­über, wie sich das Dra­vet-Syn­drom unter heu­ti­ger Stan­dard­the­ra­pie ent­wi­ckelt.

Nach oben