Am 23. Juni findet weltweit der Internationale Tag zur Sensibilisierung für das Dravet-Syndrom (Dravet-Syndrom Awareness Day) statt. An diesem Tag machen Betroffene, Familien, Patientenorganisationen, Fachkräfte und Unterstützende rund um den Globus auf das Dravet-Syndrom aufmerksam und setzen gemeinsam ein Zeichen für mehr Verständnis, Unterstützung und Teilhabe.
Das Dravet-Syndrom ist eine seltene und schwere Form der Epilepsie, die meist bereits im ersten Lebensjahr beginnt. Neben epileptischen Anfällen sind häufig auch Entwicklungsverzögerungen, Schlafstörungen, Verhaltensauffälligkeiten und zahlreiche weitere Herausforderungen Teil des Alltags. Die Erkrankung betrifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern das gesamte familiäre Umfeld.
Unser Beitrag zum Dravet Awareness Month
Auch wir als Dravet-Syndrom e.V. beteiligen uns am internationalen Awareness Day und haben uns ab Anfang Juni mit einem Countdown darauf eingestimmt. Mit der Aktion „Wünsche für ein besseres Morgen“ haben wir in dieser Zeit Stimmen aus unserer deutschsprachigen Dravet-Gemeinschaft sichtbar gemacht. Insgesamt 22 Wünsche wurden mit unserer Community und in sozialen Netzwerken geteilt – Wünsche nach mehr Unterstützung, Entlastung, gesellschaftlicher Teilhabe, Verständnis, Forschung und Perspektiven.
Jeder dieser Wünsche erzählt eine persönliche Geschichte. Gleichzeitig zeigen sie, welche Herausforderungen viele Familien mit Dravet-Syndrom täglich bewältigen müssen. Die Wünsche stehen stellvertretend für die Anliegen zahlreicher Betroffener in Deutschland und weltweit.
Warum Aufklärung weiterhin so wichtig ist
Der Internationale Dravet-Syndrom-Awareness-Tag erinnert uns daran, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch, eine Familie und ein individueller Lebensweg stehen. Mehr Aufmerksamkeit für das Dravet-Syndrom bedeutet mehr Verständnis im Alltag, bessere Unterstützungssysteme und langfristig bessere Lebensbedingungen für Betroffene.
Diese Aufmerksamkeit ist heute wichtiger denn je. Während Kürzungen bei der Eingliederungshilfe diskutiert werden und die geplante Pflegereform aus Sicht vieler Betroffener hinter den tatsächlichen Bedarfen von Menschen mit komplexen Behinderungen zurückbleibt, wächst die Sorge um die Zukunft von Teilhabe und Selbstbestimmung. Gleichzeitig nehmen viele Familien eine gesellschaftliche Stimmung wahr, in der Solidarität mit Menschen mit Behinderungen nicht mehr selbstverständlich erscheint. Der Dravet-Syndrom Awareness Day ist deshalb auch ein Aufruf: für mehr Verständnis, mehr Zusammenhalt und für den entschlossenen Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen und ihren Familien.
Gemeinsam stark für die Zukunft
Wir danken allen Familien, Unterstützerinnen und Unterstützern, Fachkräften, Forschenden sowie den internationalen Dravet-Organisationen, die sich jeden Tag für Menschen mit Dravet-Syndrom einsetzen.
Unsere Wünsche enden nicht mit dem Awareness Day. Sie bleiben ein Auftrag für die Zukunft. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass aus Wünschen Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.
Gemeinsam sind wir stärker.
#StrongerTogether #DravetSyndromeAwarenessDay

